Botswana, seine Nationalparks und Reservate

Veröffentlicht am: 7. Mai 2025Aktualisiert am: 31. Juli 20254,2 min. Lesezeit
Botswana, seine Nationalparks und Reservate

Das Okavango-Delta

Wasser, Wüste, Tierparadies vom Feinsten.

Das Okavango-Delta, UNESCO-Weltnaturerbe, ist ein einmaliges, pulsierendes Feuchtgebiet und wird vom Okavango- (Kavango) Fluss gespeist, der vom angolanischen Hochland durch den Sambesi-Streifen Namibias in die trockene Kalahari-Wüste fließt. Das größte Binnendelta der Erde erstreckt sich, je nach Region, von über 6 bis 15 000 Quadratkilometer in der Kalahari-Wüste im Norden Botswanas. Als eine der wenigen Wasserquellen während der Trockenzeit, zieht das Okavango-Delta eine der größten Wildtierkonzentrationen Afrikas an. Für Besucher unerwartet treten die Überschwemmungen gerade dann auf, wenn sich die Regenzeit dem Ende zuneigt und Wasser und Nahrung knapp werden. So sind die jährlichen Fluten das Wasser des Lebens und sorgen in den Wintermonaten für spektakuläre Naturschauspiele. Große Herden afrikanischer Elefanten, Zebras, Büffel, Lechwe und viele weitereTierarten genießen das seichte Nass, die Raubkatzen stets dicht auf den Fersen.

Das Okavango-Delta bietet einige der abwechslungsreichsten und großartigsten Safarierlebnisse Afrikas an. Kleine, feine Lodges laden ein auf Wandersafaris, Mokoro-Safaris, Bootsafaris, Reitsafaris, Helikoptersafaris und mehr.

Touristin in Mokoro mit Guide

Moremi-Wildreservat:

Das Moremi-Wildreservat mit seiner vielfältigen Vegetation liegt im östlichen Teil des Okavango-Deltas und macht fast ein Drittel des Deltas aus. Es ist ein Paradies in der Wildnis, in dem man das ganze Jahr über ausgezeichnete Wildtierbeobachtungen machen kann. Riesige Impala- und Tsessebe-Herden sind hier anzutreffen. In der Trockenzeit ziehen große Herden von Büffeln, Gnus, Elefanten und Zebras auf der Suche nach Nahrung und Wasser aus der Kalahari in das Reservat -zur Freude aller Raubkatzen und Wildhunde. Die eher scheuen und seltenen Sitatunga- und Lechwe-Antilopen leben im dichten Papyrus der verschlungenen Wasserwege, während über 400 Vogelarten die Lufträume erobern, so auch der afrikanische Fischadler. Die Tierwelt hat sich erfolgreich an die Bedingungen im Sumpf angepasst und ist außergewöhnlich und vielfältig. Eines der unvergesslichsten Wildtiererlebnisse in Afrika.

Chobe-Nationalpark

Der Chobe-Nationalpark ist berühmt für seine höchste Wilddichte in ganz Afrika, seine riesigen Elefantenpopulationen, große Büffelherden und unglaubliche Vogelwelt. Safari-Erlebnisse sind hautnah und persönlich. Zu Salzsäulen erstarrt lauschen Sie einer Elefantenfamilie, wie sie langsam direkt vor dem Safarifahrzeug den Weg überquert und gen Flussufer wandert. Sie vernehmen das dumpfe Stampfen der schweren Füße im Sand, das Schnaufen und gelegentliche Trompeten dieser mächtigen Kreaturen auf dem Weg zum Wasser. Der Chobe-Fluss mit seinen schillernden, tiefblauen Wassern ist Magnet für eine lebhafte Tierwelt und prägt diese paradiesische Landschaft.

Der Linyanti-Fluss bildet eine natürliche Grenze zwischen Botswana, hier im Chobe Nationalpark, und Namibia.  Sanfte Lagunen, schöne Flusslandschaften, Akazienwälder, die in offenes Grasland übergehen, bestimmen die Landschaft des südlichen Flussufers in Botswana. Eher trockene Savannen und Wälder liegen im Hinterland. Das eigentliche Linyanti-Sumpfgebiet ist ein eher unzugängliches und abgeschiedenes Gebiet und von daher ein Rückzugsgebiet für Wildtiere. In gleich vier private Reservaten, Kwando, Selinda, Linyanti und Chobe befinden sich wunderschöne Camps in bilderbuchähnlichen und tierreichen Landschaften.  Die Elefanten- und Büffelkonzentrationen sind in diesem Gebiet beachtlich. Rappenantilopen, Impalas und rote Lechwe sind oft in Wassernähe zu finden, während in den Grasebenen und Wäldern eher Elenantilopen- und Pferdeantilopenherden, Gnus, Kudus, Giraffen, Zebras und Tsessebe zu beobachten sind. Nicht nur Löwen und Leoparden werden regelmäßig gesichtet, sondern auch die Wildhunde.

Savuti gehört ebenfalls zum Chobe Nationalpark und ist für seine faszinierenden Großwildbeobachtungen und den einzigartigen Savuti-Kanal weltberühmt. Es ist ein wunderschöner, aber harter Lebensraum mit sengender Sonne, heißem Sand, wenig Schatten und nur wenigen Wasserstellen, die Tiere von überallher anziehen. Der Savuti Marsh wird nur immer dann mit lebensspendendem Wasser versorgt, wenn der Savuti-Kanal Wasser führt. Die Löwenrudel, auch genannt Savuti Pride, waren schon bis zu 40 Katzen stark und gingen auch so manch einmal auf Elefantenjagd.  In Savuti befinden sich auch die imposanten Gubatsa-Hügel vulkanischen Ursprungs. Die San haben hier viel ihrer Lebensgeschichte auf den Felsen festgehalten. 

Makgadikgadi-Nationalpark

Der Makgadikgadi-Nationalpark erstreckt sich von den Ufern des Boteti-Flusses bis in die Busch- und Graslandschaften des Hinterlandes. Der Boteti-Fluss ist der Hauptabfluss des Okavango-Deltas und endet schließlich am Xau-See am äußersten südwestlichen Rand der großen Makgadikgadi-Salzpfannen. Der Fluss und das nährstoffreiche Grasland im Westen liefern in dieser ansonsten wasserarmen Umgebung die lebenswichtige Versorgung für die Herden, die den Park bewohnen. Besonders zum Ende des Winters hin wandern Tausende von Zebras und Gnus zum Fluss, um Wasser zu finden. Nach Beginn der Regenzeit wimmelt es in diesem Wüstengebiet von Wildtieren, die nach Herzenslust auf den weiten, grünen Grasebenen des Makgadikgadi grasen. Ein Zustrom von Zugvögeln ist in der Zeit zu beobachten, während sich die einheimischen Wüstenvögel nun mit ihrem Brutgefieder schmücken. Mit seiner Salzwüste von gigantischem Ausmaß erwartet den Besucher weißes Nichts, endlose Weite und Stille; die Reise führt unweigerlich ins eigene Innere. Ein absolutes Highlight einer jeden Botswana-Reise ist die Übernachtung inmitten genau dieser Endlosigkeit.

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