Die Schönheiten Namibias Nordens

Veröffentlicht am: 14. Mai 2025Aktualisiert am: 12. August 202511,5 min. Lesezeit
Die Schönheiten Namibias Nordens

Windhoek

Windhoek ist heute die gemütliche Hauptstadt Namibias, windige Ecke und Schmelztiegel aller Kulturen Namibias. Man spricht 11 Sprachen, wobei Englisch die Landesprache ist. Meist ist Windhoek der Dreh- und Startpunkt aller Namibiareisen, da der internationale Hosea Kutako Flughafen in der Nähe der Stadt liegt. Hier nimmt man den Geländewagen in Empfang oder startet vom Eros Stadtflughafen mit dem kleinen Safariflieger. In Windhoek deckt man sich mit Proviant ein, trinkt das erste Windhoek Lager Bier und erkundet die Vielfältigkeit und vielfältigen Erlebnismöglichkeiten der Stadt – von der Christuskirche bis hin nach Katutura. Spuren der Kolonialzeit verschmelzen hier mit dem modernen Namibia. Moderne Hotels, Gästehäuser, schmucke Cafés und eine große Restaurantauswahl runden das Stadtbild ab.

Unsere Tipps für Windhoek:

  • Sundownerwalk bei den IPG Trails mit Blick über die Stadt und gen Westen
  • Ausflug nach Katutura in das Stadtteil das „nicht sein darf“ und Besuch bei Penduka oder weiteren Straßenkünstlern. Lassen Sie sich von Ortskundigen an die Hand nehmen, um die wirklichen Schönheiten der Stadt zu entdecken (begleitet und durch Outdoor Passions vorab gebucht).
  • Genießen Sie ein exzellentes Rinderfilet im Stellenbosch Restaurant in Klein Windhoek.
  • Etwas rustikaler geht es im Joe´s Beerhouse zu.
  • Wer samstags in der Stadt ist, kann sich am Bio/Frischemarkt in Klein Windhoek mit Biolebensmitteln von Krumhuk eindecken, die Delikatesse Rauchfleisch (ähnlich wie Bündnerfleisch) oder Biltong einkaufen und anschließend in Wilde Eent gegenüber einen Kaffee genießen.
  • Tintenpalast, Christuskirche und die Alte Feste erinnern an die Spuren deutscher Kolonialzeit, die heutzutage mit den Denkmälern des modernen Namibias das Stadtbild prägen. Nehmen Sie sich ein wenig Zeit für die Stadt.
  • Im Craftcenter in der Innenstadt locken zahlreiche Stände mit einem großen Angebot an namibischem Handwerk, von Holz- und Tonarbeiten, gewebten Teppichen aus der bekannten Karakulwolle und Schmuckstücke, verziert mit namibianischen Edelsteinen. Hochwertige und moderne Lederwaren von Maeisha und flippige Klamotten und Taschen von Nockels haben Stilelemente afrikanischer- und internationaler Mode. Spätestens bei der klassischen Holzschnitzerei oder feinen Perlenarbeiten werden auch Sie fündig.

Internationale Hotels wie das Hilton oder schicke Boutique Gästehäuser wie das Olive Grove oder auch Elegant Guesthouse, Tormelen oder The Weinberg liegen entweder zentral in der Stadt oder auch etwas außerhalb. Noch ein bisschen weiter draußen empfehlen wir Otjimbondona, Omaanda oder Gocheganas, alle drei mit erholsamem Retreat-Character für erholsame Tage vor- oder nach der Reise.

Ab Windhoek fliegt die Fly Namibia nicht nur Ziele innerhalb des Landes an, sondern auch Nachbarländer wie Botswana, Simbabwe und Südafrika; teils auch im Codeshare mit Airlink.

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Khomanshochland – Den Sternen zum Greifen nah?

Windhoek liegt bereits auf 1600 m über Null und dennoch geht es von hier aus nochmal weiter hoch in die Bergregion des Khomanshochlandes. Erste Hügel mit vielen Rinderfarmen beginnen direkt hinter der Stadt. Der Gamsberg, weltweit bekannt für seine Sternwarte, ist nach ca. 2 Stunden Fahrt erreicht. Überhaupt scheint man hier den Sternen sehr nah zu sein. Viele Farmer nutzen die klare Luft und die geringe Lichtverschmutzung, um ihren Gästen und Hobby-Astronomen die spannenden Formationen des südlichen Sternenhimmels zu zeigen. Freuen Sie sich auf das Kreuz des Südens

Und dann unerwartet ist da der steile Abbruch, wenn die Landschaft in die älteste Wüste der Welt, die Namibwüste abfällt. Der Spreegtshoogtepass ist vielleicht die erste fahrtechnische Herausforderung.

Unser Insidertipp

  • Slow-travel Ankunft in Namibia auf Omaanda, oder Otjimbondona mit privaten Naturschutzgebieten, Safariwalk, Biken oder Relaxen bei einer Massage.
  • Übernachtung auf einer Gästefarm, vielleicht darf es sogar eine sogenannte Astro-Gästefarm, wie z.B. Kiripotib sein, mit dem Fokus auf die Sternebeobachtung. Überall genießt man die bekannte namibische Gastfreundschaft.

Swakopmund und Küste

Swakopmund, am kalten Benguela-Strom des Atlantiks gelegen, ist längst über den Eindruck eines „gemütlichen Städtchens mit deutschem Nordseecharakter“ hinausgewachsen, bleibt aber dennoch immer wieder eine Reise wert. Wer allerdings hier einen Strandurlaub einplanen möchte, ist nicht am richtigen Ort, denn der Atlantik ist kalt und oft auch sehr rau.  Dafür ist Swakopmund aber Dreh- und Angelpunkt für Ausflüge in die Namib Wüste, z.B. in die Mondlandschaft oder Ausgangspunkt für Küstensafaris und Beobachtung der Little Five, „Die Wüste lebt“. Der kleine Flughafen der Stadt ist Start- und Landeplatz für Rundflüge entlang der Skelettküste oder nach Sossusvlei. The Tug und The Jetty sind sehr beliebte Restaurants an und auf der Swakopmunder Brücke, dem bis heute teils gut erhaltenen Landungssteg der ersten Schiffe aus Europa. Viele Pensionen, Gästehäuser wie das Swakopmund Guesthouse und renommierte Hotels wie das Strandhotel bieten den Besuchern eine große Unterkunftsvielfalt. Gemütliche Cafés, Galerien und Bücherläden laden zum Stöbern ein.

Unsere Tipps für Swakopmund und die Küste

  • Planen Sie eine „Living- Desert- Tour“ in die Namib-Wüste und Mondlandschaft ein. Mola Mola in der Nachbarstadt Walvisbaai bietet Ausflüge auf Katamaranen zu den Robben und Pelikanen an.
  • Auch erlebnisreiche Geländewagentouren entlang des Atlantiks nach Sandwhichhabour sollte jedem Wunsch nach Abenteuer gerecht werden.
  • Wer wenig Zeit mitbringt, kann einen Rundflug über die Skelettküste und Cape Cross samt seiner Robbenkolonie in Erwägung ziehen.

Hohenzollernhaus Swakopmund Namibia

Der Etosha Nationalpark

Schon auf dem Weg gen Süden kann man die großen Salzpfannen des Etosha Nationalparks aus dem Flieger erspähen. Sie sind sogar aus dem All sichtbar. Der Nationalpark ist ein 22.300 km² großes Naturschutzgebiet im Norden Namibias, er zählt zu den ältesten und bekanntesten Tierparks und ist damit einer der bedeutendsten und tierreichsten Wildreservate des Landes, wenn nicht gar Afrikas.

Die im östlichen Teil des Parks liegende Salzpfanne (der große weiße Platz in der Sprache der Oshivambo) ist in etwa 5.000 km² groß und entstand vor ca 2 Millionen Jahren durch die Austrocknung des Binnendeltas des Kunene sowie durch die Verlagerung seines Flussbetts.

Bereits 1907 gegründet, hat der Park mehrfach von seiner ursprünglichen Größe eingebüßt und wurde schlussendlich 1973 zum Schutz der Tiere komplett eingezäunt. Durch seine unterschiedlichsten Landschaftsräume bietet der Nationalpark Lebensraum für über 100 Säugetier- und 340 Vogelarten. Bis auf den Büffel leben alle anderen Big 5, wie Elefanten, Nashörner, Löwen und Leoparden im Park.

In der trockenen Jahreszeit, Juni bis November ist die Tierbeobachtung am einfachsten. Oft rangeln die unterschiedlichsten Tierarten um begehrte Plätze an den Wasserstellen. Und so kommt es zu den typischen Bildern, die man vom Park kennt: Elefanten, Kudus, Zebra und Strauße in trauter Runde auf einem Bild. Mit etwas Glück sind die auch die samtpfötigen Raubkatzen zu beobachten.

In guten Regenjahren füllt sich die Salzpfanne mit Wasser und ein farbenfrohes Spektakel in Pink und Weiß beginnt, wenn abertausende Flamingos und Pelikane für ein paar Monate „einziehen“ und hier ihre Jungvögel ausbrüten.

Die touristische Infrastruktur im Park umfasst fünf Camps, die nicht immer mit konstant hoher Qualität überzeugen. Rund um den Park liegen in angrenzenden privaten Reservaten bekannte und teils auch sehr luxuriöse Lodges wie Camp Kala von Onguma oder Andersson by Ongava. Die gesamte Palette- vom Campingplatz bis hin zur Luxuslodge- findet man außerhalb des Parks. Wir beraten Sie gerne.

Unser Tipp für den Etosha Nationalpark

In einem der privaten Naturschutzgebiete außerhalb des Parks übernachten, z.B. Onguma Nature Reserve an der Ostseite des Parks nahe des Von Lindequist Tores.  Onguma ist bekannt für seine große Löwenpopulation und die Spitz- und Breitmaulnashörner.

Unser Geheimtipp: Onguma Kamp Kala im 5 Sterne-plus-Bereich mit lediglich 4 Suiten. Oder die Übernachtung im DreamCruiser von Onguma.

Tierfotografen kommen im Onguma Hide auf ihre Kosten.

Familiensafari kann mit dem Kiddiswalk wunderbar in Onguma Bush Camp realisiert werden. Elegant ist Onguma The Fort oder das Onguma Tented Camp im Safari-Chic-Stil, das mit seinen lediglich 7 großzügigen Zelten den direkten Blick auf eine natürliche Wasserstelle hat. Armchair Safari per excellence.

Bush Walks können sowohl im Onguma Nature Reserve oder von der Oberland Lodge, am südwestlichen Eingang des Parks erlebt werden.

Auch wenn man den Etosha Nationalpark gut selbst erkunden kann, ist ein guided Safari Drive entweder in den privaten Naturschutzgebieten oder auch im Etosha Park empfehlenswert. So kann man sich auf das Tiererlebnis fokussieren.

Auf der Südwestseite des Parks empfiehlt sich die Etosha Oberland Lodge oder das Ongava Reserve mit seiner Forschungsstation und der Option des Rhino Treckings. 

Das karge Damaraland

Wenn sich die Kolosse von Wüstenelefanten über die spitzen Steine durch das Damaraland bewegen, beobachtet man ein Naturschauspiel, das seinesgleichen sucht. Dieses Naturparadies war lange von internationalen Gästen unbeachtet geblieben, doch so langsam spricht es sich herum. Alles, was man mit Namibia verbindet, findet sich hier: Stille, wenig oder gar keine Menschen, endlose Weiten, Ruhe, harsche Steinwüstenlandschaften, private Konzessionen, wie die große Palmwag Konzession und private Naturschutzgebiete. Wüstenangepasste Fauna und Flora von den bereits genannten Wüstenelefanten bis hin zu Spitzmaulnashörnern oder gar scheuen Wüstenlöwen entgehen nicht den geübten Augen der Guides.  Zebras, Giraffen, Oryxantilopen und Springböcke sind weitere Überlebenskünstler dieser Region.

Unser Tipp für das Damaraland:

Das Etendenka Mountain Camp ist eine hervorragende Basis, um die Region zu erkunden, und den Etendeka Trail zu wandern. So ist der Tagesablauf: Tagsüber die harsche und karge Landschaft erwandern und dann in den beiden Sleepouts unter den Sternen zu nächtigen. Unser Outdoor Passions Herz schlägt höher.

Die Chiwani Lodges, Mowani Mountain Camp und das beliebte Camp Kipwe sind ideale Ausgangspunkte für Twyfelfontein, das UNESCO Kulturerbe Namibias, mit seinen zahlreichen Felsgravuren und Malereien. Die Auswahl besteht zwischen einfachen Chalets in Camp Kipwe, bis hin zu edlen Suiten in Camp Kipwe oder Mowani. Eingebettet in die rot leuchtenden Granitfelsen dieser malerischen Vulkanlandschaft hat Mowani mit Sicherheit den schönsten Sundowner-Platz ganz Namibias. Gerne beraten wir Sie.

Ein absoluter Geheimtipp im Damaraland ist das Rhinowalking beim Rhino Camp. Bei einem Aufenthalt von drei Nächten liegt tagsüber der Fokus auf der Wanderung auf den Spuren der Spitzmaulnashörner. Das Camp ist eher einfach aber stilsicher und komfortabel gestaltet. Edel und mit Retreatcharacter kommt die Onduli Ridge Lodge daher.

Die gesamte Region zwischen dem höchsten Berg Namibias, dem Brandberg und dem Ugabfluss, bis hin zur Palmwagkonzession, ist landschaftlich atemraubend und bietet viele Möglichkeiten für Outdoor Passions. In der kleinen Minenstadt Uis startet eine zwei Nächte lange Campingtour. Full Service, Domezelt, Duschzelt und Buschklo; mal ein Braaifleisch (in Namibia bedeutet das gegrilltes Fleisch auf dem offenen Feuer) nach einem erlebnisreichen Wandertag durch den Ugab genießen – einfach gigantisch. Eintauchen und disconnect to connect… Haben wir Ihr Interesse geweckt? Sprechen Sie uns an.

Das malerische Kaokoveld

Ganz im entlegenen Nordwesten des Landes stoßen interessierte Reisende auf surreal schöne Landschaften in stiller Einsamkeit und die schönsten Wasserfälle der Welt, die Epupafälle. Das letzte Nomadenvolk Namibias, die stolzen und bildschönen Ovahimba nennen das Kaokoveld ihr Zuhause. Großwild wie Wüstenelefanten, Wüstenlöwen, Nashörner und Giraffen leben hier in lebenspendenden Trockenflussläufen und bizarren Wüstenlandschaften. Es ist ein karges Land von unbeschreiblicher, schroffer Schönheit. Völlig unerwartet und fast mystisch zeichnen sich hin und wieder die Steinskulpturen eines Künstlers am Horizont ab. Sie regen mit Sicherheit zum Nachdenken an… und das mitten im Kaokoveld.

Im Westen schützt die Skelettküste das Kaokoveld und liefert zu gleicher Zeit Überraschungen wie am Strand spazierende Löwen auf Robbenjagd.  Wer die raue Schönheit der Natur erleben möchte und Abenteuer sucht, wird hier fündig.

Im hohen Norden schlängelt sich der Kunene bis in den Atlantik und bildet die Grenze zu Angola.

Ovahimba Frau am Feuer  Kaokoveld Namibia

Unser Tipp für Sie

Heute befinden sich einige wenige, aber sehr elegante Lodges im Kaokoveld, die hochspannende Tagesexkursionen in die Wüstenlandschaften anbieten. Hoanib Valley Camp, Okahirongo, Sierra Cafema oder Ship Wreck Lodge sind einige der bekannten Namen. Von entlegenen Lodges aus erkunden Sie im Abenteuercharakter die Welten der Trockenflüsse Huarusib und Hoanib. Sprechen Sie uns an, für uns ist die Region Heimat.

Der Sambesi Streifen (ehemals Caprivi)

Unterschiedlicher könnte Namibia nicht sein: Im ersten Moment denkt man bei Namibia an Wüste, rote Sanddünen, endlose Weiten, Trockenheit und staubige Straßen. Doch es gibt auch Areale, die eher an das Okavango Delta erinnern und wo Flüsse Sumpflandschaften, glitzernde Wasserwege und grüne Auen gebildet haben. Das ist der Sambesi Streifen. Hier befindet sich eine einzigartige Symbiose aus Natur, Wildlife und der interessanten Kulturen der Caprivianer. Dieser Teil Namibias ist geprägt von Dörfern mit Lehm – und Strohhütten und kleinen Gärten, Ochsen die noch vor den einfachsten Pflug gespannt die Felder pflügen. Straßenmärkte mit Feldprodukten, Schnitzereien, Kinder, Hunde, Ziegen- ein buntes Treiben erwartet Sie. An dieses Treiben gewohnt, überrascht genauso der Elefantenbulle, der unvermittelt die Straße überquert. Dieser Teil Namibias ist bedeutend grüner, wasserreicher und mit hohem Baumbestand beschenkt. Auch gibt es hier eine saisonale Büffelpopulation, die anderswo in Namibia nicht zu finden ist.

Was wie mit dem Lineal gezogene Grenzen zwischen Angola und Botswana anmutet und dann im Vierländereck, Botswana, Simbabwe und Sambia endet, ist in der Tat ein geschichtliches Relikt aus der deutschen Kolonialzeit und stammt aus dem Helgoland-Sansibar-Vertrag. Heute denkt man eher an kolonialen Größenwahn, den Westen Afrikas (Deutsch-Südwest-Afrika heute Namibia) und den Osten Afrikas (heute Tansania) miteinander zu verbinden…

Fazit
Namibia ist groß und seine Naturparadiese vielfältig und weitläufig. Was, wie, wo in Namibia – wir sind für Sie da und planen Ihre individuelle Traumreise.

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